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Interview: Plasser & Theurer präsentiert – Wirtschaftlichkeit durch Qualität

Interview: Plasser & Theurer präsentiert – Wirtschaftlichkeit durch Qualität

Johannes Max-Theurer, Geschäftsführer Plasser & Theurer

Seit Beginn der iaf nimmt Plasser & Theurer an dieser wichtigen Ausstellung teil. In der 60-jährigen Firmengeschichte fand die Veranstaltung stets zum richtigen Zeitpunkt statt, um Meilensteine der mechanisierten Gleisinstandhaltung zu präsentieren. Bei der iaf 2013 gibt es unter den zahlreichen Plasser & Theurer-Exponaten Innovationen und weltweit bewährte Konzepte zu sehen. Die Bahnbaumaschinen zeichnen sich getreu dem Motto Wirtschaftlichkeit durch Qualität aus.

Eurailpress: Wo sehen Sie aktuell die größte Herausforderung für das Unternehmen Plasser & Theurer?

Wir stellen uns immer wieder zwei Herausforderungen. Erstens: Wir möchten die Wirtschaftlichkeit der Bahnen weiterhin steigern, insbesondere in Zeiten knapper Budgets oder größerer Umstrukturierungen. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickeln wir laufend neue Maschinen, setzen innovative Produktionsmethoden ein und bauen das weltweite Service-Netz kontinuierlich aus. Zweitens: Wir möchten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz bieten. Denn sie sind neben unserem technischen Know-how die Basis für unseren Erfolg.

Eurailpress: In welcher Größenordnung meldet Plasser & Theurer Patente an und welchen Stellenwert spielen diese?

Zurzeit haben wir ca. 2000 aufrechte Patente, insgesamt wurden bereits mehr als 10.000 angemeldet. Patente sind für uns damit seit jeher von großer Bedeutung. Es ist unabdingbar unser Know-how und unsere Entwicklungen zu schützen. Dafür setzen wir seit Jahrzehnten eine eigene Patentabteilung ein.

Eurailpress: Wo sieht das Unternehmen die Märkte der Zukunft und welche Rolle spielt Europa dabei?

Wir konnten bereits in 108 Länder mehr als 15.000 Maschinen liefern. Daher sehen wir die ganze Welt als Markt der Zukunft. Zurzeit ist der Bedarf in Südamerika groß, aber auch Asien, Nordamerika und der Nahe Osten zeichnen sich als beständige Märkte aus. In Europa haben wir im Moment beträchtliche Lieferungen nach Frankreich. Bei den weiteren traditionellen Eisenbahn-Ländern wie Deutschland, Großbritannien und Italien zeichnet sich, nach rückläufigen Investitionen in den vergangenen Jahren, ein leichter Aufwärtstrend ab.

Eurailpress: Plasser & Theurer ist der wohl größte Aussteller auf der iaf. Was ist für Sie das Besondere an dieser Messe?

Für Plasser & Theurer war und ist die iaf die Leitmesse im Bereich der Fahrwegtechnik. Hier haben wir die Möglichkeit, unsere Maschinen entsprechend zu präsentieren und auch vorzuführen. Aussteller und vor allem Fachbesucher aus der ganzen Welt machen diese Messe zu etwas Besonderem. Nur bei der iaf in Münster ist es möglich, sich in drei Tagen einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich der Bahnbaumaschinen zu verschaffen.

Eurailpress: Was sind die Schwerpunkte ihrer Präsenz in Münster?

Es ist unser Ziel, die große Bandbreite unserer Produkte, von der Kompakt- bis zur Hochleistungsmaschine, darzustellen. Wir setzen dabei auf drei Themenschwerpunkte: Zunächst die kontinuierliche Weichendurcharbeitung, bezogen auf neue Technologien der Weichenreinigung sowie der Durcharbeitung mit neuen Stopfmaschinen-Konzepten.
Ein besonderes Augenmerk widmen wir der mobilen Schienenbearbeitung, vor allem hinsichtlich unseres neuen Schweißroboters. Der dritte Schwerpunkt wird diesmal unser Dienstleistungsangebot rund um die Maschinen sein: das weltweite Service-Netzwerk, modernste Schulungseinrichtungen (z.B. 3D-Simulatoren), neue optimierte Ersatzteile sowie Weiterentwicklungen bei unseren benutzerfreundlichen Maschinensteuerungen.

"Für Plasser & Theurer war und ist die iaf die
Leitmesse im Bereich der Fahrwegtechnik."